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Die Binzer Strandpromenade

Nach dem Vorbild der damals führenden europäischen Seebäder, wurde 1895 auch in Binz eine Promenade mit Blick auf Strand und Ostsee gebaut. Diese Flaniermeile zum „Sehen und Gesehen werden“ erfreute sich alsbald größter Beliebtheit. Die Strandpromenade wurde zum Mittelpunkt des Gesellschaftslebens.

Am heutigen Standort des Grand Hotel Binz erbaute Wilhelm Klünder 1880 das erste Hotel am Binzer Strand, das „Strandhotel“. Schon bald folgten weitere Hotelbauten, denn das Baden im Meer wurde immer populärer. Entlang der Promenade entstanden auf diese Weise die für Binz so typischen weißen Strandvillen im Stil der Bäderarchitektur

Zentraler Treffpunkt auf der Strandpromenade ist heute wie damals der Kurplatz mit verglasten Wandelhallen und einem Konzertpavillon. Der Platz entstand 1937 nach den Plänen des Münchener Architekten Alwin Seifert.

1993 wurde die Binzer Strandpromenade rekonstruiert und dabei um 700 Meter in Richtung Prora auf 3,2 Kilometer verlängert. Im Jahr 2016 erfolgte ein weiterer Ausbau der Strandpromenade um knapp 1.000 Meter (Abschnitt zwischen den Strandabgängen 52 und 66). Der Ortsteil Prora (Block I) ist somit über die Strandpromenade mit Binz verbunden. Die Promenade hat insgesamt eine Länge von etwa 4,2 Kilometern.

Bei der Rekonstruktion im Jahr 1993 wurden die von Schädlingen befallenen alten Ulmen entlang der Promenade durch Linden ersetzt, und auch der Kurplatz erfuhr eine Neugestaltung. Hier finden in der Saison von Mai bis September regelmäßig Kurkonzerte statt. In dieser Zeit ist die Strandpromenade außerdem von verschiedenen Kunsthandwerkerständen gesäumt. Zwischen Kurplatz und Jugendherberge präsentieren die Künstler ihre Arbeiten an weiß-blau gestrichenen Marktständen im Stil der Bäderarchitektur. Besucher können hier nicht nur nach einem schönen Mitbringsel Ausschau halten, sondern auch den Künstlern und Handwerkern bei der Arbeit über die Schulter schauen.

Beim Bummel entlang der Promenade begegnen dem Spaziergänger jedoch auch ungewohnte Objekte, wie der UFO-ähnliche Rettungsturm des Binzer Architekten Ulrich Müther am Strandabgang 6 oder mehrere aus Sandstein gehauene, überlebensgroße Menschengestalten, die von den Dünen aus auf das Meer blicken. 1985 wurden diese Statuen von elf Bildhauern aus Deutschland, Polen und Lettland im Rahmen des 1. Ostseeplenair geschaffen.

Das Haus "Undine" - Fertigteilhaus von 1885

Das Haus "Undine" - Fertigteilhaus von 1885

Etwas zurückliegend, mit dunkelrotem Außen-anstrich, befindet sich in Höhe der Margareten-straße ein ungewöhnliches Holzhaus inmitten der weißen Bäderstil-Villen. Das Haus „Undine“ wurde 1885 als sogenanntes Wolgasthaus errichtet. Die Wolgaster Werft baute in dieser Zeit wegen schlechter Auftragslage Fertigteilhäuser, die im Wesentlichen aus Holz bestanden.

Binzer Bäderarchitektur

Keine ist wie die andere! Weiße Villen am Meer sind das Markenzeichen des Ostseebades Binz. Ihre filigranen Fassaden sind vielgestaltig und einzigartig. Im Mai, zum Monat der Bäderarchi-tektur, stehen sie im Fokus des Geschehens. Vorträge, Führungen und Ausstellungen berich-ten über die Häuser und ihre Geschichte(n).

Binzer Villen-Rundgang

Um Ihnen die Geschichte & Architektur der Binzer Bädervillen näherzubringen, gibt es seit einigen Jahren einen Villen-Rundgang, den Sie auf eigene Faust mit Smartphone & QR-Code erleben können. (Kein Anspruch auf Vollstän-digkeit. Die Darstellung wird ständig erweitert).