Geschichten und Anekdoten aus dem Ostseebad Binz

Schon um die Jahrhundertwende schwärmten Autoren vom Seebad Binz. Von „hübscher Umgebung“, einem breiten Strand und einem „nicht zu großen Wellenschlag“ ist da die Rede. „Männer, Frauen und Kinder jeder Altersstufe ‚wudeln‘ durcheinander“ und geben sich „der Lust des Badens hin“. Im Jahre 1912 allerdings noch streng geordnet nach Damen- Herren- und Familienbad.
Der sonntägliche Gottesdienst wurde damals noch in der sogenannten „Waldkirche“ unter einer mächtigen Buche inmitten der Granitz abgehalten. Und „wo sich die Poesie des deutschen Laubwaldes mit dem unwiderstehlichen Zauber des Meeres lieblich vereint...“, da gehen auch heute noch Wanderer gern spazieren.
In den Aufzeichnungen der Gisela Dahn aus Rosenkirchen ist vom Aufenthalt drei junger Lehrerinnen zu lesen, die im Sommer 1948 nur einen Wunsch hegten: „nach dieser langen strapaziösen Fahrt […]: Rin in de kühlen Fluten!“ Und dass man bei der Verpflegung weit weniger wählerisch war als heute, zeigt folgende Schilderung: „Auf dem Heimweg fanden wir Pilze und Brennholz. Kartoffeln wurden irgendwie ‚organisiert', und die frohe Erwartung auf eine aus den Fundstücken bereitete Suppe beflügelte unsere Schritte.“
Auch wenn die Anreise auf die Insel dem einen oder anderen angesichts verstopfter Straßen heutzutage mühselig erscheint, so war eine Fahrt nach Binz 100 Jahre zuvor ein wesentlich größeres Abenteuer. Durchgerüttelt in der Postkutsche oder durchgeschaukelt vom Ausbooten zwischen Postdampfer und Seebrücke waren viele Reisende froh, endlich angekommen zu sein.

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